Heute: Spaß mit dem @NetflixDE-Support. Seit ich meinen Internetzugang über meine eigene Infrastruktur aufbaue, sind sämtliche Inhalte weg. Als erstes soll ich nach "How I met your mother" suchen. Das will ich zwar nicht sehen, aber… nuja.

5:20 PM · Jan 10, 2021

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Dann erfahre ich, dass "auf meinem Internet eine VPN ist". Ich solle meinen Internetanbieter anrufen, der soll das beheben. Ich sage, habe mit mir gesprochen, und mein Internetanbeiter, also ich, sagt, es sei alles in Ordnung.
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Nein, da sei "eine VPN" und da könne Netflix nichts machen. Ich erkläre, das sei Bullshit. Ob mein Internetzugang nun per PPP, PPPoE, IPsec, Wireguard oder sonstwas zustandekommt, und ob ich darüber auch private Pakete routen kann, kann Netflix weder sehen noch ist es relevant.
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Person will jetzt "Rücksprache halten". Dafür benötigt sie bitte die Informaiton, von welchem Hersteller mein Laptop sei. Aaaaaaaha.
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Ergebnis: Da ist "eine VPN". Daher sehe ich keine Inhalte, da "meine Region" nicht erkennbar sei. Gut, meine hinterlegte Anschrift ist in Deutschland, die IP-Adresse ist laut GeoIP in Deutschland, und das AS gehört einem deutschen Internetanbieter. Echt schwer erkennbar...
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Das Problem scheint zu sein, dass mein Internetanbieter nicht "Telekom", "Vodafone" oder "o2" heißt. Unerhört, echt! Ich habe nun darum gebeten, an eine fachlich qualifizierte Person vermittelt zu werden, die mehr kann als das Buzzword VPN an zufälligen Stellen einzustreuen.
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Wie erwartet hat der Support den Chat daraufhin beendet und verweist mich an "meinen Internetanbieter". Übrigens: In den AGB steht kein Wort von alledem.
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Neuer Chat. Problem neu erklärt. Sage, dass ich bitte mit jemandem sprechen möchte, der da technisch was machen kann. Antwort: "Kein Problem, du bist hier beim technischen Support".
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Nächste Nachricht: canned response "Was ist ein VPN?" und Hinweis, ich solle mich an meinen Provider wenden. Chat beendet.
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Bester Satz bisher: "Sie haben doch gesagt, Sie sind der Internetanbieter. Dann haben Sie sich nicht an Ihren Internetanbieter gewandt. Wenden Sie sich bitte an Ihren Internetanbieter."
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Bin jetzt offenbar im Support-Chat gesperrt. Also Telefon.
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Ich soll jetzt bitte meinen Internetanbieter fragen, ob die IP-Adresse in Deutschland ist. Hab ich gemacht. Sagt ja. Netflix-Support sagt stimmt nicht.
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Nächster hochqualifizerter Lösungsansatz: Soll micht mal per WLAN mit meinem Internet verbinden statt mit Kabel. Na, da bin ich ja mal gespannt, ob das hilft!
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Ach guck an: Einen Wutausbruch und drei verchlissene Telefonisten später habe ich jemanden am Apparat, der grundlegend weiß, wovon er spricht: Bie IPv4 stimmt hinten und vorne alles nicht bei den Filtern, ich soll das mal auf IPv6 forcen. Ich mag ehrliche Antworten!
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Das probiere ich mal. Und wenn nicht, dann… …baue ich mir eben ein VPN zum DSL meines Vaters, um Netflix zu überzeugen, dass ich kein VPN benutze!
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Money Quote, als ich mich für die qualifizierte Antwort bedankte und es schade fände, dass ich dafür mit 7 Personen sprechen musste: "Ja das waren meine Kollegen. Meine Kollegen lesen Knowledge-Base-Artikel vor."
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Plot-Twist: Bei welchem Provider haben die eigentlich die Datenbank mit der falschen Information über meine IP-Adresse? Turns out: Beim Uplink meiner IP-Adresse :D!
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So, ich route jetzt Netflix, selektiv mit Layer-7-Filter auf TLS-SNI-Header und policy-based routing, durch, äh… ein VPN. Jetzt geht das, denn die Application Firewall bei Netflix denkt jetzt, ich hätte kein VPN. Jetzt ist zwar zu spät zum Netflixgucken, aber immerhin!
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